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Schützenfahrt der StadtschützenPistolensektion Wil nach Sempach 2026

Am 9. Juli 1386 bezwangen die Eidgenossen das Ritterheer der Habsburger auf dem Feld oberhalb der historischen Stadt Sempach. Seit dem 15. Jahrhundert gedenkt der Kanton Luzern diesem Ereignis, das einen Wendepunkt in der Entwicklung der damaligen achtörtigen Eidgenossenschaft darstellt. Am 28. Juni 2026 fand diese Gedenkfeier zum 640. male bei der Schlachtkappelle in Sempach statt. Dazu zählte das Gedenkschiessen das am 24. Und 27. Juni in der nahen Schiessanlage «Mussi» durchgeführt wurde.

Unteroffiziersvereine der Innerschweiz gründeten im Jahre 1919 erstmals einen Verband mit dem Zweck der Durchführung eines Gedenkschiessens. Er besteht aus Verbands- und Gastsektionen die am Umzug zur Gedenkfeier mit Fahnendelegation teilnehmen.

Vorne von links nach rechts: Paul Schönenberger, Brigitte Schwabl, Robert Weilenmann, Reto Zgraggen, Claudia Schuler, Bruno Högger, Fredy Rüegg, Hubert Wirth, Jasmin Studerus, Andreas Boltshauser, Andreas Gasche.

Mit einer Gruppe von elf Pistolenschützen nahmen die Stadtschützen an diesem Ereignis teil. Geschossen wird mit Gewehr auf die Distanz 300 Meter und mit Pistole auf 25 Meter. Das Pistolenschiessprogramm, ohne Probeschüsse, besteht aus drei Feuersalven in je 30 Sekunden, insgesamt zwölf Patronen Grosskaliber. Abgefeuert aus Ordonnanzpistolen auf das Zentrum des Scheibenbildes mit 10-er Wertung, wie beim Eidgenössischen Feldschiessen. Das Gruppenresultat wird aus den acht besten Einzelschützen berechnet. Die Rangliste wird getrennt geführt zwischen Verbands-, UOV- und SSV- Sektionen. Im Feld der dreiundzwanzig Pistolen SSV-Sektionen erreichten die Stadtschützen mit einem Punktetotal von 895 Punkten den beachtlichen 7. Rang. Dazu trugen wesentlich bei: Claudia Schuler 117 P, Robert Weilenmann 116 P und Bruno Högger 115 P.

    Wichtiger Bestandteil der Beteiligung durch Wiler Stadtschützen an historischen Schiessanlässen bildet die Pflege der Kameradschaft. So besuchten wir auf der Gedenkstätte in Sempach das Denkmal zu Ehren von Arnold Winkelried. Er soll bei der Schlacht ein Bündel Lanzen der Habsburger gepackt und, sich selbst aufspiessend, den Eidgenossen eine Bresche geöffnet und damit eine Heldentat vollbracht, die zum erfolgreichen Schlachtverlauf geführt hat. Diese Episode ist in goldener Schrift auf
    dem rund 4.5 Meter hohen Stein aus Muschelkalk mit goldenen Buchstaben festgehalten: «Hier hat Winkelried den seinen eine Gasse gemacht». Wir genossen anschliessend in der wunderbar gelegenen Wirtschaft «Zur Schlacht» mit Blick auf den Sempachersee und die Zentralschweizer- und Berner- Alpen eine gemütliche Ruhepause vor dem Abschied von der ausserordentlichen Tageshitze, die uns gegenwärtig begleitet.

    Fredy Rüegg

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